Engelstrompete richtig gießen

Zu wenig Wasser läßt die Pflanze vertrocknen. Zu viel führt womöglich zu Pilzen oder Fäule. Hier finden Sie Informationen, wie die Engelstrompete zu gießen ist.

Die meisten Varianten einer Engelstrompete brauchen - besonders an heißen Sommertagen - extrem viel Wasser. Steht die Pflanze in der prallen Sonne und ist der Topf noch dazu nicht der größte, muß mindestens morgens und Abends gegossen werden. An solchen Tagen kann es schonmal passieren das der Trompetenbaum alle Blätter hängen läßt und äußerst erbärmlich aussieht. Die Pflanze nimmt durch solchen kurzzeitigen Wassermangel aber glücklicherweise keinen Schaden. Wässern Sie die Pflanze ordentlich - nach nur wenigen Minuten hat sich die Engelstrompete dann wieder erholt. Bereits nach einer absoluten Trockenheit von mehreren Stunden können die Blätter aber gelb werden, vertrocknen und schließlich abfallen. Warten Sie mit dem Gießen daher nicht zu lange.


So sehen die Blätter eines Trompenbaumes aus, der etwas zu wenig Wasser bekommen hat. Nach Bewässerung erholt sich die Pflanze ohne Schaden. Die Löcher in den Blättern deuten auf Schädlingsbefall.


Auf diesem Bild sind vertrocknete Spitzen deutlich zu erkennen. Die Pflanze hatte zu wenig Wasser, die Spitzen sterben ab. Schneiden Sie diese einfach ab. Der Rest des Baumes hat die Trockenheit gut überstanden.

Staunäße vermeiden - so gießen Sie richtig


Wichtig ist bei der Engelstrompete auf jeden Fall Staunässe zu vermeiden. Einfachblühende Trompetenbäume sind meist resistenter gegen Feuchtigkeit im Wurzelbereich als gefülltblühende. Generell sollte die Pflanze immer so gegossen werden das der gesamte Topf naß ist. Auch der Untersetzter kann voller Wasser sein - aber nur dann, wenn es heiß ist und die Pflanze dieses Wasser im Laufe des Tages aufnimmt. Der Topf sollte nie über mehrere Tage im naßen Untersetzer stehen. Bei kühleren Tagen braucht die Engelstrompete nicht so viel Wasser. Dann ist staunäße unbedingt zu vermeiden. Denn steht der Topf länger im Wasser bzw. ist die Erde feucht gibt es die Gefahr von Fäule und Pilzen. Um diese zu vermeiden sollten Sie daher erst gießen wenn der Untersetzer und die Erde vollkommen trocken sind. Bei Regentagen sollten Sie den vollen Untersetzer daher nach Regenende ausleeren.

Lieber Leitungswasser statt Regenwasser verwenden


Bei vielen Pflanzen wird Regenwasser dem Wasser aus dem Hahn meist vorgezogen. Bei der Engelstrompete gilt dies nur bedingt. Denn die Pflanze ist auf Kalk angewiesen, der sich häufig im Leitungswasser - aber nicht im Regenwasser - befindet. Gießen Sie die Engelstrompete daher eher mit Leitungswasser. Ideal ist ein Härtegrad von 8-10. Ist das Wasser aus der Leitung nur wenig kalkhaltig, so sollten Sie im Gartenmarkt entsprechenden Dünger mit Kalkanteil kaufen. Ideal ist eine Mischung speziell für Engelstrompetenbäume (siehe Engelstrompete düngen). Alternativ können Sie auch selbst ca. alle 4-8 Wochen kalken, z.B. mit 1g/l Algenkalk, in das Gießwasser mischen. Kalk aus Eierschalen in der Erde löst sich zu langsam auf, so das diese Form der düngung weniger geeignet ist.

Gießen im Winter


In den Wintermonaten, wenn die Engelstrompete überwintert wird (siehe Engelstrompete überwintern), muß die Planze nicht so oft gegossen werden. Hier reicht es meist aus wenn diese nur ca. 1x die Woche gegossen wird. Gießen Sie dabei auch nicht zu viel, denn sonst besteht - vor allem bei schlechter Luftzufuhr im Winterquartier - die Gefahr, das sich Schimmel oder Pilze bilden. Gießen Sie lieber weniger und dafür öfter, aber gerade nur so viel, das die Erde bis zum nächsten gießen wieder fast trocken ist.

zurück zurück zu: vorherige Seite | Pflege-Tipps